Werden.
Nur so viel:
Es beginnt nicht
mit einem Plan.
Sondern mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich nicht nur Entwicklung, Verantwortung und wichtige Entscheidungen.

Ich sehe auch Widerstände, Umwege und Fehler, die mich gezwungen haben, genauer hinzuschauen. Ich bin nicht trotz dieser Erfahrungen geworden, wer ich heute bin, sondern auch durch sie.
2006
2007
2008
2009
Anpacken.
Vom Abitur ins Handwerk.
Nach dem Abitur ist mein beruflicher Weg noch offen. Ein direkter Studienbeginn ist nicht möglich, und auch mein zunächst begonnener Grundwehrdienst endet nach kurzer Zeit aus gesundheitlichen Gründen.
So entscheide ich mich für einen Weg, zu dem ich bereits einen praktischen Bezug habe: eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im noch jungen Handwerksbetrieb meiner Eltern.
Rückblickend wird diese Entscheidung richtungsweisend. Das Handwerk zeigt mir, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und aus Wissen, Entscheidungen und konkreter Arbeit etwas Reales entstehen zu lassen.
Aufbauen.
Vom Handwerker zum Geschäftsführer.
Mit der Meisterausbildung beginnt für mich der nächste Abschnitt. Ich schließe sowohl die Weiterbildung zum Installateur- und Heizungsbaumeister als auch zum Betriebswirt des Handwerks ab.
Mit dem Meisterbrief übernehme ich gemeinsam mit meinem Vater die Geschäftsführung bei BIERING. Aus fachlicher Verantwortung wird zunehmend unternehmerische Verantwortung. Ich sammle erste Erfahrungen in Führung und Unternehmensentwicklung und beginne, meine eigenen Vorstellungen von einem modernen Handwerksunternehmen zu entwickeln.
Die Weiterbildung zum Gebäude-Energieberater erweitert schließlich meine fachliche Perspektive. Damit entsteht die Grundlage für die Wachstumsjahre, die folgen.
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
Wachsen.
Aus einem kleinen Betrieb wird ein Unternehmen.
Mit zwei neuen Standorten beginnt eine intensive Phase des Wachstums. Während in der Wedemark eine neue Hauptniederlassung mit Ausstellung entsteht, eröffnen wir in Hannover einen weiteren Standort.
Mit den räumlichen Möglichkeiten wächst das Unternehmen weiter. Neue Mitarbeitende, Aufgaben und Verantwortlichkeiten kommen hinzu. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb entwickelt sich ein Unternehmen mit weiteren Gewerken.
Parallel melde ich ein eigenes Gewerbe als Gebäude-Energieberater an. In den folgenden Jahren bin ich viel für die Klimaschutzagentur Region Hannover unterwegs und berate Hauseigentümer unabhängig zu Heizungsanlagen und energetischer Sanierung.
Auch persönlich ist diese Zeit von Wachstum geprägt. Ich heirate und übernehme beruflich wie privat immer mehr Verantwortung. Gegen Ende dieser Phase arbeiten fast 20 Menschen bei BIERING.
Grenzen.
Wachstum allein reicht nicht.
Mit dem wachsenden Unternehmen steigen auch die Anforderungen an Führung und Organisation. Wir erweitern unser Leistungsspektrum, entwickeln unsere Strukturen weiter und verbessern die wirtschaftlichen Ergebnisse. Schließlich erreichen wir das bis dahin umsatzstärkste Jahr unserer Unternehmensgeschichte.
Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass unsere bisherige Führungsstruktur an ihre Grenzen stößt. Zwei Geschäftsführer können ein Unternehmen dieser Größe nicht mehr allein führen. Wir investieren in Personal und Fahrzeuge, doch weiteres Wachstum löst die eigentliche Herausforderung nicht.
Es braucht eine zusätzliche Führungsebene und ein neues Verständnis davon, wie Verantwortung im Unternehmen verteilt und gelebt werden kann.
2018
2019
2020
2021
2022
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2023
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2024
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2025
Lernen.
Führung beginnt mit der eigenen Entwicklung.
Mit einer zweiten Führungsebene wollen wir BIERING für die nächste Entwicklungsstufe aufstellen. Doch wirtschaftliche Schwierigkeiten und Fehlentscheidungen aus der Wachstumsphase führen zu einer unbequemen Erkenntnis: Fachlich bin ich auf der Höhe. Führung und Unternehmertum habe ich jedoch nie systematisch gelernt.
Ich bilde mich intensiv weiter und initiiere einen Veränderungsprozess. Doch eine gute Idee und die Entschlossenheit eines Einzelnen reichen nicht aus. Im Unternehmen und innerhalb der Geschäftsführung treffen unterschiedliche Vorstellungen über Führung, Verantwortung und Zukunft aufeinander.
Mir wird klar: Nicht jede mögliche Veränderung lässt sich im bestehenden System verwirklichen. Und nicht jede Vision rechtfertigt den Preis, den ihre Durchsetzung verlangen würde.
In der größten Krise unserer Geschichte übernehme ich Verantwortung für einen schmerzhaften, aber notwendigen Einschnitt. Wir trennen uns von unserem Designteam, stabilisieren BIERING und richten das Unternehmen neu aus. Gleichzeitig ziehe ich mich aus der Geschäftsführung zurück, um meine unternehmerische Verantwortung künftig anders wahrzunehmen.
Gemeinsam mit Kyra entwickle ich eine neue Strategie und gründe raum aus leben.
Verwirklichen.
Was ich gelernt habe, gebe ich weiter.
Mit meinen Erfahrungen beginne ich einen neuen Lebensabschnitt. Ich schließe meine Ausbildung als Coach nach EASC-Standard ab und begleite Menschen bei beruflichen und persönlichen Entwicklungsprozessen.
Gleichzeitig nehme ich eine Lehrtätigkeit am Campus der Handwerkskammer auf. Ich entwickle eigene Unterrichtskonzepte, die Wissen mit praktischer Anwendung, Führung und unternehmerischer Verantwortung verbinden.
2026
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Aus langjähriger Erfahrung, persönlicher Entwicklung und neuem Wissen entstehen so eigene Wirkungsfelder: Coaching, Consulting, Unterricht und Moderation. Was zunächst unterschiedlich erscheint, folgt demselben Gedanken:
Menschen sollen ihre Möglichkeiten erkennen, frei entscheiden und ihre Entscheidung verwirklichen können.
Mein Weg ist damit nicht abgeschlossen. Aber ich gestalte ihn heute bewusster denn je.